Besonderheiten
Tillandsien sind wirklich enorm interessante Gewächse:
Einige Arten sind Ameisenpflanzen (Myrmecophyten = tropische Pflanzen, die mit Ameisen eine symbiotische Verbindung eingegangen sind). Sie bewirten Völker darauf spezialisierter Ameisenarten.
Die Anpassung der Tillandsia-Arten an diese Lebensgemeinschaft ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Es sind meistens Pflanzen mit bulboser Basis, d.h. die Blätter stehen bei diesen Arten sehr dicht zusammen und bilden eine Art Flasche. Einzelne Kammern, die dabei entstehen, bleiben das ganze Jahr über trocken. In diese Kammern bauen die Ameisen ihr Nest und wehren im Gegenzug Fressfeinde der Wirtspflanze ab. Es wird auch vermutet, dass ein zusätzlicher Vorteil für die Tillandsien eine Düngung durch den Ameisenkot ist. Typische Beispiele von Ameisenpflanzen sind caput medusae und seleriana:
Einige Tillandsie-Arten bilden Zwiebeln aus. Die Blattbasis ist stark verdickt und dient zur Speicherung von Wasser. Durch die epiphytische Lebensweise der Pflanzen (sie wachsen meist auf Bäumen oder Kakteen), ergibt sich die Besonderheit, dass diese Zwiebeln nicht im Boden liegen, sondern in der Luft an Ästen hängen. Typisches Beispiel von Zwiebelbildenden ist die Tillandsia argentea: