Pflege Kakteen

Standort und Pflege

So gelingt Ihnen die Pflege Ihrer Kakteen und anderen Sukkulenten und die Pflanzen entwickln sich zu gesunden und widerstandsfähigen Zeitgenossen:

Standort

Geben Sie den Pflanzen viel Licht und direkte Sonne! Die besten Standorte sind Fensterbrett, Fensterfronten, Wintergärten oder Gewächshäuser. Beachten Sie, dass Vorhänge viel Licht wegnehmen. Speziell lichthungrige Arten sollten an einem Südfenster stehen.

An Standorten mit mässiger Lichtdurchflutung müssen die Wassergaben begrenzt werden. So können Sie das Wachstum der Pflanze bremsen, dass es dem verminderten Lichtangebot angepasst ist.

Giessen

Beim Giessen gilt folgende Faustregel: Im Sommer 1 mal pro Woche, im Winter 1 mal pro Monat giessen. Es gilt, die unregelmässigen Niederschläge der Heimat der Kakteen nachzuahmen. Also genug Wasser geben und dann eine lange Pause machen! Je nach Standort kann das Austrocknen kürzer oder länger dauern. Warten Sie immer so lange bis die Erde vollständig ausgetrocknet ist. Im Winter ist kein Zusatz von Nährstoffen nötig, der Kaktus sollte in dieser Zeit auch nicht wachsen.

Düngen

Kakteen wachsen bekanntlich sehr langsam. Meist stehen sie jahrelang im selben Topf und der selben Erde. Daher ist mässiges Düngen sehr zu empfehlen. Verwenden Sie ausschliesslich Kakteendünger für alle Kakteen und anderen Sukkulenten. Normaler Grünpflanzendünger enthält zu viel Stickstoff. In der Wachstumszeit von April bis September brauchen die Pflanzen alle 1-2 Monate Dünger, um einen schönen Wuchs zu erreichen.

Gute Resultate erreichen wir mit unserem kali- und phosphorreichen Kakteen- und Sukkulentendünger Omya. Er ist exklusiv bei uns erhältlich.

Tontopf

Den Kakteen ist es in Tontöpfen am wohlsten, da durch die Luftzirkulation durch den Ton die Erde schneller trocknen kann. Kakteen in Plastiktöpfen haben auch nicht die Standfestigkeit einer Pflanze, die im schwereren Tontopf steht. Ein weiterer Vorteil stellt die Kalkablagerung am Tontopf dar. Bei Pflanzen in Ziergefässen aus Keramik oder Blech muss dementsprechend weniger gegossen werden. Verlängern sie die Wasserpausen und geben Sie auch eher kleinere Mengen. Fragen Sie uns, wir beraten Sie gerne zu jedem einzelnen Fall!

Erde

Geeignete Kakteenerde kann Wasser gut aufnehmen und halten, auch wenn sie vorher völlig ausgetrocknet war. Sie ist locker, trocknet schnell und hat genügend durchlüftete Poren. Die Kakteenerde die wir anbieten eignet sich für alle Kakteen und anderen Sukkulenten hervorragend. Wir fertigen sie selbst aus verschiedenen Komponenten wie Landerde, Kompost, Torfersatz, Lecablähton, Kies und Bims. Überzeugen Sie sich selbst vom Unterschied!

Mit der richtigen Erde legen sie den Grundstein zu gutem Gelingen bei der Pflege Ihrer Kakteen. Seien Sie also kritisch beim Kauf von Kakteenerde. Oft wird sehr ungeeignetes, sand- und torflastiges Substrat als solche angeboten. Diese Mischung wird jedoch beim Trocknen steinhart und kann kein Wasser mehr aufnehmen. Auch normale Blumenerde eignet sich nicht für den Kaktus, sie ist zu mastig.

Schädlinge

Kakteen können befallen werden von Woll-, Wurzel- und Schildläusen. Weitere Schädlinge, die meistens nur bestimmte Arten befallen, sind rote Spinne, weisse Fliege oder die Pilzerkrankung Mehltau.

Es gilt allgemein, Schädlinge früh zu entdecken und zu bekämpfen, bevor Schäden an den Pflanzen entstehen. Betrachten Sie Ihre Schützlinge auch und vor allem im Winter aufmerksam, damit sich Schädlinge nicht ungehindert vermehren können. Separieren Sie befallene Pflanzen immer von den Gesunden, damit sich der Schädling nicht auf Ihre Sammlung ausbreitet.

Die Woll-Laus, auch Schmier-Laus genannt, ist der absolut häufigste Schädling der Kakteen und bei frühzeitiger Bekämpfung relativ harmlos. Schäden entstehen nur, wenn ganze Lauskolonien ungehindert wüten können.

Die Schildlaus ist schwieriger zu bekämpfen. Bei Befall muss regelmässig mit ölhaltigen Bekämpfungsmitteln behandelt werden.

Bei Lausbefall ist es sehr hilfreich, unmittelbar vor dem Einsatz von chemischen Mitteln auch manuell gegen den Schädling anzugehen. Mit einer ausgedienten Zahnbürste zum Beispiel kann ein grosser Teil der Schädlinge zerdrückt und weggeputzt werden.

Fragen Sie bei Schädlingsbefall unbedingt uns, wir beraten Sie gerne und geben Ihnen das richtige Bekämpfungsmittel und wertvolle Tipps mit auf den Weg!

Beobachten

Zu guter Letzt ein simpler, aber wichtiger Tipp: Betrachten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam! Mit etwas Erfahrung sehen Sie dem Kaktus an, welche Bedürfnisse er hat. Sieht er zum Beispiel etwas matt, kleiner und schrumpelig aus, darf kräftig gegossen werden. Fehlt ihm Licht, wächst er in komischen, länglichen Formen weiter und ist nicht schön bestachelt. Auch stellen Sie Schädlinge schneller fest und können früh handeln. Ihr Kaktus wird es Ihnen mit jahrelanger Freundschaft danken!